Damien Hirst – der wohl reichste Künstler seiner Zeit

Date : 30. Oktober 2017

Künstlerbiographie Eintrag Damien HirstDer 1965 in Bristol geborene Künstler Damien Hirst gilt als einer der berühmtesten Vertreter der Popkultur. Mit den Ausstellungen „Freeze“ (1988) und „Modern Medicine“ (1990) wurde er international berühmt. Er behandelt in seinen Werken vorwiegend das Thema Leben und Tod und stößt mit seinen Darstellungen oft auf Kontroversen und Kritik. Damien Hirst ist zwar in Bristol geboren, wuchs aber in Leeds auf. Später besuchte er das Goldsmiths College in London, auf welchem er einen Kunstkurs besuchte. Bereits dort war für ihn klar, dass er sich nicht nur einer Kunstrichtung widmen,  sondern die verschiedenen Künste erlernen wollte. Somit ist er heute als Bildhauer, Maler und Konzeptkünstler bekannt.

 

Der Provokateur Damien Hirst

Damien Hirst provoziert nicht nur mit seiner Kunst, sondern auch mit der Art und Weise wie er diese verkauft. Seine Kunden waren und sind stets wohlhabende Oligarchen, Scheiche oder Adelige, welche durchaus dazu bereit sind, exorbitante Summen für seine Werke zu bezahlen. Er wird bis dato als einer der reichsten Künstler betitelt. Kritiker sagen deshalb oft über seine Kunst „sie habe bis auf den Preis keinen Wert“. Ein herber Schlag für einen Künstler, denn damit wird seine Arbeit kategorisch abgewertet.

 

Werke und aktuelle Ausstellungen

Mit einem in Formaldehyd eingelegten Tigerhai wurde Damien Hirst international extrem bekannt. Das Werk mit dem Namen „The Physical Impossibility of Death in the Mind of Someone Living“ erinnert an ein ausgestopftes Tier in einem Museum. Dies war aber nicht seine einzige Arbeit mit Formaldehyd. Bereits einige Jahre später, im Jahr 1996, legte er zwölf Kühe in Formaldehyd ein und präsentierte diese zum Teil au eine sehr skurrile Art. Einzelne Exemplare zeigten einen Querschnitt der Tiere, dies führte wiederum zu Kritik und Diskussionen über seine Arbeit.

Nachdem es lange Zeit sehr ruhig um Damien Hirst war, ist er dieses Jahr unter anderem mit einer fast 20 Meter großen Resin-Skulptur auf der 57. Biennale in Venedig vertreten. Die kopflose Skulptur musste dafür in Einzelteilen angeliefert werden, um im Palazzo Grassi, einem der ältesten und nobelsten Gebäude in Venedig, ausgestellt werden zu können. Auch für dieses Werk wird er scharf kritisiert, so wird ihm zum Beispiel vorgeworfen mit der Figur zu protzen. Für die Ausstellung hat er unter anderem eine Geschichte erfunden, welche dem Besucher suggerieren soll, dass die Werke von einem versunkenen Schiff stammen. Dieses wurde angeblich 2008 wiederentdeckt und sollte mit der finanziellen Hilfe von Damien Hirst geborgen werden. Seine Ausstellung in Venedig geht noch bis zum 3.12.2017.

Mehr Informationen unter: https://http://damienhirst.com

Signums sine Tinnitu stellt in dieser Serie die einflussreichsten Künstler unserer Zeit vor. Als Galerie für zeitgenössische Kunst fördern und publizieren wir Künstler aus allen Bereichen modernen Schaffens.

@