Galerie Poll

Date : 14. August 2017

Im Jahr 1968 wurde die Galerie Poll für zeitgenössische Kunst von Lothar C. und Eva Poll in West-Berlin gegründet. Den Programmschwerpunkt der Galerie bilden seit 1960 figurative und realistische Kunst der Gegenwart. Dabei stehen Skulptur und Malerei im Vordergrund, doch die Galerie bildet auch für Fotografie und Zeichnung ein Forum.

Nach der Errichtung der Mauer 1961 entstand in West-Berlin ein besonderes kulturelles Klima, wobei die Stadt durch Subventionen unterstützt wurde. Künstler aus aller Welt wurden von der Insellage West-Berlins angezogen und blieben dort eine gewisse Zeit. 1963 kamen Lothar C. und Eva Poll nach West-Berlin. Lothar C. war ab 1966 ehrenamtlicher Geschäftsführer der Künstlergenossenschaft Großgörschen 35. Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Künstlergruppe führten 1968 zur Auflösung der Galerie und die hervorgehenden Künstler spalteten sich dabei auf expressive Maler und kritische Realisten. Schließlich führte die Auflösung dieser Künstlergruppe zur Gründung der Galerie Poll. Die Nachfolge der Ausstellungsgemeinschaft übernahm Eva Poll und versammelte zudem noch eine junge, dem Realismus verpflichtete Künstlergruppe.

Damals wurde am 8. Oktober 1968 die Galerie Poll in der Charlottenburger Niebuhrstraße 77 in einer Altbauwohnung eröffnet. Danach zog die Galerie 1971 an den Kurfürstendamm 185 und von 1979-2009 hatte sie am Lützowplatz 7 ihren Sitz. Die Galerie wurde danach von 2009 bis Sommer 2015 in der Anna-Louisa-Karsch-Straße 9 betrieben und dann zog die sie im Sommer 2015 an den heutigen Standort, in die Gipsstraße 3. Zusammen mit einem Schaulager bietet der Standort des Unternehmens insgesamt 350 m² Ausstellungsfläche.

Neben den sogenannten Künstlern der ersten Stunde wie Bettina von Arnim, Hermann Albert, Ulrich Baehr, Herbert Kaufmann, Harald Duwe, Maina-Miriam Munsky, Peter Sorge oder Wolfgang Petrick werden auch regelmäßig Maler wie Maxim Kantor, Peter Herrmann, Ralf Kerbach, Reinhard Lange, Dieter Kraemer, Thomas Lange, Volker Stelzmann, Jan Schüler, Lambert Maria Wintersberger, Norbert Wagenbrett und die Bildhauer Waldemar Grzimek, Sabina Grzimek, Emerita Pansowová, Joachim Schmettau, Hans Scheib und Jenny Mucchi-Wiegmann ausgestellt. Auch Fotografen wie Jenö Gindl, Erhard Wehrmann, Gundula Schulze Eldowy oder Richard Thieler und Zeichner wie Martina Altschäfer, Danja Akulin oder Matthias Beckmann gehören zum Galerieprogramm.

Im Verlag der Galerie werden begleitend zu den Ausstellungen auch Werkverzeichnisse, Lesebücher (POLLeditionen) und Kataloge herausgegeben. Außerdem sind zahlreiche Originalgrafiken seit den 1960er Jahren von den vertretenen Künstlern erschienen. Zudem ist Galerie Poll Mitglied im Landesverband Berliner Galerien und im Bundesverband Deutscher Galerien und Kunsthändler. Im Zentralarchiv des internationalen Kunsthandels befindet sich seit 2009 ein Teil des umfangreichen Galeriearchivs.

 

Galerie Poll

Gipsstraße 3, 10119 Berlin
Telefon: +49 30 261 7091
Öffnungszeiten: Di – Sa; 12 – 18 Uhr und nach Vereinbarung
E-Mail: galerie(Replace this parenthesis with the @ sign)poll-berlin.de
Webseite: http://www.poll-berlin.de

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