Glenn David Lowry – ein Ehrenmann und das Moma

Date : 6. August 2018

Künstlerbiographie Glenn David Lowry iconDer 1954 in New York geborene Glenn David Lowry ist der Direktor des Museum of Modern Art in New York. Diesen Posten hat er bereits seit 1995 inne und gilt dank der Reputation des Museums als der mächtigste Museumsleiter der USA. Im Jahr 2004 war er für die Renovierung und Expansion des Moma verantwortlich, welche über 900 Millionen Dollar in Anspruch nahm. Hier sorgte er mit einer entsprechenden Fundraisingkampagne maßgeblich dafür, dass diese hohe Summe für den Ausbau zur Verfügung gestellt werden konnte.

Derzeit betreut er ein weiteres, ähnliches Projekt, mit dem Ziel Besuchern eine noch persönlichere und einladende Atmosphäre zu bieten, bei der sie sich im Museum mehr zu Hause fühlen können. In seiner langjährigen Amtszeit sorgte Lowry mit beeindruckenden Sammlungen zeitgenössischer und konzeptioneller Kunst sowie Fluxus dafür, dass das Moma zu der bedeutenden Institution wurde, die es heute für viele Kunstkenner darstellt.

 

Werdegang des Glenn David Lowry

Bevor er in die Berufswelt der Künste eintauchte, schloss Glenn David Lowry 1976 sein Studium der Geschichte am Williams College mit der Ehrung „magna cum laude“ ab. 1978 folgte sein Master und 1982 promovierte er schließlich in Geschichte und Kunst.

Seine Karriere begann er 1983 als erster Direktor des Joseph und Margaret Muscarelle Museum of Art am College of William and Mary. Später wurde er Kurator für nahöstliche Kunst in der Arthur M. Sackler Gallery und Freer Gallery of Art der Smithsonian Institution von 1984 bis 1990. Von 1990 bis 1995 war er Direktor der Art Gallery of Ontario. Obwohl dieses Museum als eines der größten seiner Art beschrieben wird und viele Exponate und Ausstellungen vorweisen kann, beschreibt Lowry den Zustand immer noch als „in progress“. Keine Seltenheit, schließlich leben insbesondere Museen für moderne Kunst von einer hohen Fluktuation der Werke, damit ständig neue Künstler präsentiert werden können.

 

Meilensteine in der Karriere des Glenn David Lowry

Als überzeugter Verfechter zeitgenössischer Kunst konzipierte und initiierte Lowry 1999 die erfolgreiche Fusion des Museums mit dem PS1 Contemporary Art Center. Diese Initiative gehört zu seinen bekanntesten Amtshandlungen. Außerdem referiert und schreibt er bis heute ausführlich über zeitgenössische Kunst und Künstler und die Rolle von Museen in der Gesellschaft. Lowry ist Mitglied des Kuratoriums des Williams College, sowie der American Academy of Arts and Sciences. Weiterhin gehört er der American Philosophical Society und dem Beirat der Abteilung für Kunstgeschichte und Archäologie der Columbia University an. Ebenfalls ist er Teil des Lenkungsausschusses für den Aga Khan Award für Architektur. Im Jahr 2004 ehrte die französische Regierung Glenn David Lowry mit dem Titel des „Officier dans l’Ordre des Arts et des Lettres“.

Mehr Informationen unter: https://www.moma.org/about/senior-staff/glenn-lowry

Signums sine Tinnitu stellt in dieser Serie die einflussreichsten Künstler unserer Zeit vor. Als Galerie für zeitgenössische Kunst fördern und publizieren wir Künstler aus allen Bereichen modernen Schaffens.

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