Der Künstler Sten Alexander inszeniert eine kultische Szene aus 501 Ready-Made-Objekten. Die großformatige Arbeit im Raum etabliert eine Vielfalt von mythischen und religiösen Bezügen und bricht sie konsequent ironisch mit den Mitteln der Popkultur. Durch die serielle Anordnung industriell gefertigter Alltagsgegenstände transformiert Alexander das Profane in den Status des Rituellen. Die schiere Masse der Objekte erzeugt eine sakrale Aura, die bei näherer Betrachtung durch die Banalität der Einzelteile dekonstruiert wird.
Die künstlerische Strategie basiert auf der Spannung zwischen dem Erhabenen und dem Konsumgut. Alexander nutzt Ikonen der Popkultur als moderne Reliquien und hinterfragt damit zeitgenössische Anbetungsformen sowie die Ökonomie der Aufmerksamkeit. Jedes der 501 Objekte fungiert als semantischer Baustein innerhalb eines komplexen Verweissystems, das antike Mythologie mit globaler Markenästhetik engführt. Diese Inszenierung verweigert sich einer eindeutigen spirituellen Lesart und betont stattdessen die Absurdität kollektiver Mythenbildung in einer durchkommerzialisierten Welt. Die Arbeit markiert eine wesentliche Position innerhalb der aktuellen Auseinandersetzung mit der Beständigkeit religiöser Muster in der Postmoderne.
