Dramaturgien des Zwischenraums

Ausstellung

Dramaturgien des Zwischenraums

Jahr

2017

Künstler

Igon Baier

Ort

Berlin

In mehr als 25 Exponaten exploriert Igon Baier die Möglichkeiten wie mittels medialer Kunst im Raum die kreative Twilight Zone für moderne Kunstschaffende beherrschbar wird. Entgegen digitaler Erwartungshaltungen manifestiert Baier diese Konzepte ausschließlich analog auf Leinwand. Die großformatigen Arbeiten untersuchen die visuelle Grammatik elektronischer Bildstörungen und deren Übertragung in die statische Disziplin der Malerei. Baier nutzt die Textur der Leinwand als Träger für komplexe Schichtungen welche die Ästhetik digitaler Artefakte haptisch übersetzen.

Die Werke fungieren als Analyse der Schnittstelle zwischen technologischer Abstraktion und handwerklicher Präzision. Durch die methodische Dekonstruktion von Farbräumen gelingt es Baier die Flüchtigkeit medialer Prozesse dauerhaft zu fixieren. Diese bewusste Rückkehr zum physischen Medium ermöglicht eine Distanzierung von der Schnelllebigkeit digitaler Erzeugung. Die Beherrschung dieser Twilight Zone erfolgt hier durch eine konsequente Entschleunigung des Mediums. Die Ausstellung liefert somit einen fundierten Beitrag zur Frage nach der Beständigkeit medialer Ästhetik außerhalb des virtuellen Raums.