Die Galerie Thomas Fischer hat sich seit ihrer Eröffnung als ein bedeutender Geheimtipp auf dem geschichtsträchtigen Tagesspiegelgelände in der Potsdamer Straße etabliert. Inmitten einer Nachbarschaft die von international renommierten Institutionen wie Blain Souther geprägt ist besetzt Fischer eine Position die gleichermaßen durch Frische und tiefgreifende Seriosität besticht. Die Räumlichkeiten im ersten Stock eines Altbaus bieten den Rahmen für eine intensive Begegnung mit Kunstwerken die sich einer schnellen Kategorisierung entziehen. Besucher treffen hier auf ein sorgsam kuratiertes Programm in dem etablierte internationale Größen wie Seiichi Furuya auf junge noch zu entdeckende Talente treffen. Thomas Fischer selbst verkörpert dabei einen Galeristentypus der mit bemerkenswerter Hingabe für die Sache lebt und sein umfassendes Wissen sowie seine persönlichen Erfahrungen bereitwillig in den Dialog mit dem Publikum einbringt. Diese persönliche Note verleiht der Galerie eine Authentizität die in der oft distanzierten Kunstwelt selten geworden ist.
Die Symbiose aus kuratorischer Erfahrung und Leidenschaft
Der Weg zur Gründung der eigenen Galerie war für Thomas Fischer eine konsequente Fortführung einer Biografie die bereits früh eng mit der Vermittlung von Kultur verknüpft war. Als studierter Kunsthistoriker und Kulturwissenschaftler sammelte er wertvolle Erfahrungen in der prestigeträchtigen Sammlung von Erika Hoffmann und wirkte maßgeblich am Projektraum Souterrain in den Sophie Gips Höfen mit. Seine Tätigkeit im Museum der Dinge sowie die Zusammenarbeit mit Andreas Murkudis schärften seinen Blick für die Ordnung der Objekte und die ästhetische Präsentation im Raum. Diese vielfältigen Stationen erlaubten es ihm ein tiefes Verständnis für die Bedürfnisse von Künstlern und die Erwartungen von Sammlern zu entwickeln. Die Gründung der Galerie Thomas Fischer war somit kein bloßer geschäftlicher Akt sondern der nächste selbstverständliche Schritt in einem Leben das von der Faszination für kreative Prozesse geleitet wird. Heute betreibt er die Galerie weitgehend allein unterstützt von Praktikanten um die Unmittelbarkeit der künstlerischen Vision zu wahren die ihn persönlich begeistert.
Mediale Fluidität im Raum der Potsdamer Straße
Die Architektur der Galerie erstreckt sich über insgesamt einhundertneunzig Quadratmeter wovon etwa einhundert Quadratmeter der reinen Ausstellungsfläche vorbehalten sind. Trotz des wunderschönen grauweißen Bodens mit seinem ornamentalen Muster verweigert sich die Gestaltung einer wohnlichen Atmosphäre zugunsten einer konzentrierten Arbeitsumgebung. Das Programm konzentriert sich auf zeitgenössische junge Positionen die bewusst durch ältere künstlerische Beiträge durchbrochen werden um zeitlose Diskurse sichtbar zu machen. Ein zentrales Anliegen der Galerie ist die Hinterfragung des einzelnen Mediums und die Ablehnung jeglicher medialer Hierarchien. Innerhalb der Räume werden Grenzen ausgelotet indem Fotografie und Malerei sowie Videokunst gleichberechtigt nebeneinander existieren. Besonders der eigentlich als Schaulager geplante enge und dunkle Korridor hat sich zu einem hervorragenden Ort für Videoprojektionen entwickelt die den Blick des Betrachters durch den Raum leiten. Diese unkonventionelle Nutzung der Fläche unterstreicht den experimentellen Geist der Galerie Thomas Fischer und macht sie zu einem unverzichtbaren Ziel für alle die nach einer substanziellen Auseinandersetzung mit der Kunst suchen.
Galerie Thomas Fischer
Potsdamer Straße 77-78, haus H
10785 Berlin
Telefon: +49 30 74 78 03 85
Öffnungszeiten: Di-Sa 11-18 Uhr
E-Mail: mail@galeriethomasfischer.de
Webseite: galeriethomasfischer.de